Titel: ROYAL HOBART SHOW 1994
Jahr: 1994
Ort: Hobart TAS (Australia)
Abriss: PIGVISIONs erste Messeausstellung zeigte das Interesse des Publikums an Kunst/Wissenschafts Projekten.
Abbildung: PIGVISIONs Transparent und Wellblechschwein am Messestand.
Archiv-Nr.: DW04-94
Querverweis: Bitte lesen Sie auch die Texte der Ausstellungsposter: Durch das Auge eines Schweines blicken, Die Spektralvision des Schweines.
Projekttour

PIGVISION Institut

Landwirtschaftliche Messen sind ausgezeichnete Orte, wo sich Kunst und Wissenschaft begegnen können. Eine bunte Vielfalt ländlicher und städtischer Menschen drängt sich durch die Ausstellungen. Die MessebesucherInnen betrachten neue Technologien, diskutieren neue Konzepte, bewundern die Tiere, usw.

PIGVISIONs Absicht war es, die Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft einem breiten Publikum vorzustellen. Wir scheinen alle zu wissen, was die Wissenschaft ist, und wo sie hingehört. Entsprechend stecken wir den Bereich der Kunst ab. Unsere Frage war, inwiefern sich diese zwei Kulturbereiche verbinden können, ohne sich gegenseitig ausgrenzen zu müssen.

PIGVISIONs Stand an der Royal Hobart Show 1994 (19.10.94-22.10.94) stellte die neue Technologie vor, die im WWW Dokument "Durch das Auge eines Schweins sehen" erklärt wird. Die Ergebnisse verschiedener Versuche führten zu unserer Theorie über die Spektralvision des Schweines und zu neuen Anwendungen in der Schweinehaltung. Obwohl diese Theorie einer Fiktion gleichkommt, präsentierten wir das Projekt an der Messe als wissenschaftliches Unternehmen. Es kam beim Publikum auch als solches an. Ein wesentlicher Gesichtspunkt war es jedoch, ein neues Stichwort in die Schweinehaltung zu bringen: Farben. Der Gebrauch von Farben beeinflusste sowohl in konzeptueller als auch visueller Hinsicht die Gestaltung des Standes.

Die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft sind nicht deutlich. Die Schnittstelle ist noch verschwommener. Diese Ambiguität bietet faszinierende Bedingungen für weitere Forschung an. "Faszinierend!" war der häufigste Kommentar an der Messe, was sicherlich von der allgemeinen Unterstützung unseres Projektes am Institut zeugt.